Ein durch und durch durchschnittliches Leben

Roman mit Fußnoten

Hardcover, fadengeheftet
216 Seiten, ISBN 978-3-903284-63-0
Erscheint: 6. Oktober 2025
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Nicht alles, was glänzt, ist Katzengold

In dieser Lebensgeschichte, von der niemand weiß, ob sie nur erfunden ist, erinnert sich der Erzähler an eine Kindheit in der Südsteiermark, seinen Vater, der bei der Wehrmacht diente, aber die Nazis hasste, an die beklemmende Enge eines Internats, die in exzessivem Onanieren in Wandschoner gipfelte, erste Begegnungen mit LSD, Beinahe‐​Begegnungen mit den Beatles, das Erwachen der Popkultur in Österreich und wilde Reisen mit einem 2CV quer durch Europa. Bei dieser Revue durch ein außergewöhnliches Leben ohne Besonderheiten stirbt der Erzähler gleich drei Mal, reflektiert über das Schreiben und verschollene Verse, spielt ironisch mit Fußnoten und Kommentaren von Lektoren – und gelangt schließlich zur Erkenntnis, dass allein die Liebe Bestand hat.

Wolfgang Pollanz

Wolfgang Pollanz, geboren 1954 in Graz, lebt als Schrifsteller und Kulturvermittler in Wies, Steiermark.

Leseprobe

Stimmen zum Buch

»Ein durchschnittliches Leben, aber großartig erzählt. Durchschnitt? Nein, ein Aufriss, Querschnitt und eine große Kerbe.«
Franzobel

»Anekdoten, Absurditäten, Alliterationen. Atemberaubende Autofiktion!«
— 
Irene Diwiak

»Auf wunderbare Weise surft der Autor zwischen Fakt und Fiktion wie ein Beach Boy und liefert die Meta‐​Ebene gleich noch mit, denn wie der Untertitel verrät, handelt es sich um einen ›Roman mit Fußnoten‹, die als weitere Erzählebene das Erzählte kommentieren. Das Resultat ist ein unglaublich lustiges und wunderbar verspieltes Buch.«
— 
Christoph Hartner, Kronen Zeitung

»In diesem Text paart sich Intelligenz mit Menschlichkeit, Fantasie mit Realität, ja, Möglichkeitssinn mit Wirklichkeitssinn, um mit Musil zu sprechen.«
— 
Heinrich Pfandl, Uni Graz

»Besonders schön sind die kleinen Beobachtungen, die erfunden klingen, es aber nicht sind. Die Sache mit der Casalgasse in Graz‐​Liebenau etwa oder die Herkunft des ›Totmannschalters‹. In Summe ist der Roman ein Experiment fernab jeder Durchschnittlichkeit. Ein Roman, der sich ins Gesamtwerk einfügt, dieses abrundet.«
— 
Wolfgang Kühnelt, haubentaucher.at

»Sobald man das Mittelmaß von etwas zu ermitteln versucht, treten die Extreme und Extravaganzen unkündbar in den Vordergrund. Ein durchschnittliches Leben zu ermitteln, führt in der Literatur verlässlich zu einem Heldenepos, in dem sich die Protagonisten nicht gegen ihre wahrhaftige Bedeutung zur Wehr setzen können.
Wolfgang Pollanz beschreibt im Duktus einer Autobiographie das Leben in Österreich, wie es ein vermeintlich durchschnittlicher Protagonist auf dem steirischen Lande von den 1950er Jahren bis herauf in die Gegenwart geführt haben könnte. Denn obwohl alles mit dem Selbstbewusstsein eines Schelmenromans erzählt ist, wird für den Musiker und Schriftsteller Wolfgang Pollanz das eigene Leben wie von selbst zur eigenständigen Literatur, die sich quasi zu einem individuellen Genre entwickelt hat.«

— Helmut Schönauer

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