Der Essay des bosnischen Autors und Literaturkritikers Mirnes Sokolović Kann es nach Srebrenica noch Poesie geben? bezieht sich natürlich auf Adornos berühmtes Dictum: „Nach Auschwitz ein Gedicht zu schreiben, ist barbarisch“. Poesie nach Srebrenica? Wie lässt sich dichten, wenn die Sprache zerrüttet und korrumpiert, das Grauen unaussprechlich ist, Intellektualität die Barbarei nicht nur nicht verhindert, sondern befördert hat? Srebrenica, der Name der Stadt im Osten von Bosnien‐Herzegowina, ist untrennbar mit den dort verübten Verbrechen verknüpft. Die Texte wagen den Versuch einer adäquaten Darstellung und Aufarbeitung von Ereignissen, die bis heute vor allem eines hervorrufen: Sprachlosigkeit. Bei der Veranstaltung werden zwei Publikationen vorgestellt: Sokolović‘ gleichnamiger Essay, 2025 im Verlag Klingenberg erschienen und übersetzt aus dem Bosnischen von Dijana Simić und Silvia Stecher, sowie die Nr. 250 der Zeitschrift manuskripte, in der literarische und essayistische Stimmen von außen und innen zu Wort kommen.
Leipziger Buchmesse
Messestand TRADUKI (Halle 4, Stand D403)
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Deutschland
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