Vom Antisemitismus, der keiner sein will
Immer wieder knöpft sich der Wiener Dichter und Gesellschaftskritiker Richard Schuberth identitätspolitische Diskursmoden vor. Deren israelfeindliche Exzesse seit dem 7. Oktober 2023 führten ihn zu den psychologischen und historischen Wurzeln des israelbezogenen Antisemitismus und der Frage nach der Scheidelinie zwischen berechtigter Antisemitismusdiagnose und Diffamierung.
In Form des literarischen Essays, der Analyse mit Witz und Sprachfantasie legiert, ergründet er dieses Minenfeld der ideologischen Verzerrungen, die ihm aus seiner eigenen Biografie nur zu vertraut sind. Er ruft dabei auch seinen einstigen Antisemitismus als junger Marxist sowie seinen Kulturrelativismus als junger Ethnologiestudent in den Zeugenstand.
Worin besteht dieser neue Antisemitismus? Wie neu ist er wirklich? Und wie lässt sich Kurs halten zwischen der Kritik antisemitischer Wahnbildung und Verständnis für Leid und Anliegen von Israelis und Palästinenser*innen? Diesen Fragen geht Schuberth in seinem neuen Buch nach.
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Eine Veranstaltung gemeinsam mit Prof.in Martina Bär (Theologische Fakultät Graz), Centrum für Jüdische Studien, Universität Graz, Verein Granatapfel, David C. Křivánek, OeAD ERINNERN:AT – Lehren und Lernen über Nationalsozialismus und Holocaust, Kultum Graz
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